Finanzierung

Für die Finanzierung der Breitbandinfrastruktur stehen den Interessenten aus Industrie/Gewerbe und Kommunen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.


Die selbsttragende Finanzierung ist der anzustrebende Standardfall. Hierfür ist es in der Regel ausreichend, wenn die Gemeinde den ausführenden Telekommunikationsunternehmen bei der Akquise von zukünftigen Breitbandkunden behilflich ist. Der Investitionsaufwand ist abhängig von der gewünschten Technologie (Bandbreite) sowie der örtlichen Topologie. Die Wirtschaftlichkeit der Investition kann und wird im Einzelfall nur zu erreichen sein, indem sich z.B. die Interessenten mehrerer Orte und/oder Gemeinden über die Grenzen der Gebietskörperschaft hinweg zu einer Abnehmergemeinschaft zusammenfinden. Dies zu organisieren ist dabei eine der Aufgaben der betroffenen Gebietskörperschaften. Insbesondere bei Funkanbindungen ist das ein sehr erfolgversprechender Weg.

Bei der Finanzierung über den Eigenbetrieb der Kommunen besteht die Möglichkeit, die Daseinsvorsorge der kommunalen Wirtschaftsbetriebe auf die Breitbandinfrastruktur auszubauen (Bsp. Stadtwerke Bad Langensalza, Stadtwerke Mühlhausen). Damit erhöhen die Stadtwerke nicht nur die Attraktivität der kommunalen Gebietskörperschaft, durch Kundenbindung und Rundumversorgung, sondern können langfristig zusätzliche Einnahmen für die Gemeinde generieren. Durch die Nutzung der modernen Glasfasertechnologie können auch zukünftige Übertragungsgeschwindigkeiten sowie steigende Nutzerzahlen problemlos abgedeckt werden.

Insbesondere dort, wo ein wirtschaftlicher Ausbau in den nächsten Jahren nicht absehbar ist, kann der Ausbau der Breitbandinfrastruktur durch Förderung unterstützt werden. Zweck ist die bedarfsgerechte und erschwingliche Breitbandversorgung für ganz Thüringen. Als Basis der Digitalen Gesellschaft und Voraussetzung der weiteren positiven Entwicklung der Wirtschaft wird die Schließung von Versorgungslücken gefördert (Marktversagen). Die Wirtschaftlichkeitslücke kann durch Bundesförderung (50, 60, 70 %) und Kofinanzierung des Landes (40, 30,20 %) sowie den kommunalen Eigenanteil (10%) gedeckt werden. Bei der Planung kann entweder ein Markterkundungsverfahren (MEV) oder eine Machbarkeitsstudie zur Anwendung kommen. Zudem besteht die Wahl zwischen dem Wirtschaftlichkeitsmodell (Ausschreibung) oder dem Betreibermodell (eigene Beauftragung).

Für Fragen rund um die Förderung des Breitbandinfrastrukturausbaus stehen Ihnen unsere erfahrenen Berater gerne zur Seite (Hotline: 0361 5603 306).