Hier eine nicht abschließende Liste häufig gestellter Fragen (FAQ) und die dazugehörigen Antworten des BKT:

Die Breitbandpaten sind die Ansprechpartner für Gemeinden und Investoren im Landkreis. Sie unterstützen den Ausbau der Breitbandinfrastruktur durch Zusammenfassung der Bedarfe und Bündelung der Verfahren der einzelnen Gemeinden z.B. der Interessenbekundungsverfahren. Sie finden die Kontaktdaten der regionalen Breitbandpaten unter dem Menüpunkt "Breitband/Initiative/Breitbandpaten". Für weitere Fragen stehen Ihnen unsere erfahrenen Berater gerne zur Seite.

Grundlegend ist es sinnvoll, den genauen Bedarf an Breitbandanschlüssen sowohl quantitativ (Anzahl der potentiellen Abnehmer) als auch qualitativ (benötigte/gewünschte Bandbreite) zu ermitteln. Dazu müssen die Anzahl der Haushalte und die Anzahl aller gewerblich tätigen natürlichen und juristischen Personen (Firmen, Einzelunternehmen, Freiberufler etc.) getrennt aufgenommen werden. Benötigt werden für diese beiden Gruppen außerdem jeweils die Angabe des vorhandenen Internetzuganges nach Anbieter, Technologie und aktuell verfügbarer Bandbreite und die Angabe der gewünschten Bandbreite (ggf. auch der gewünschten Technologie, aber nicht zwingend notwendig). Hinzu kommen Angaben über die bereits vorhandene Infrastruktur, die es potentiellen Anbietern ermöglicht, nicht notwendige Leistungen aus ihrer Kalkulation herauszunehmen (z.B. Tiefbau, bei vorhandenen Leerrohren).

Verträge über einen Breitbandanschluss werden in der Regel ─ ebenso wie das Festnetztelefon oder das Kabelfernsehen ─ pro Haushalt abgeschlossen. Die Ermittlung der möglichst exakten Anzahl der Haushalte im Ort ist daher eine wesentliche Voraussetzung, um Infrastrukturanbietern die Möglichkeit zu geben, ein seriöses Angebot vorzulegen. Dies ist weniger kompliziert, als in mancher Gemeindeverwaltung befürchtet, da diese Zahlen innerhalb der Verwaltung in der Regel bereits vorliegen bzw. leicht ermittelbar sind. Quellen sind z.B. der Wasser- und Abwasserzweckverband, der Abfallentsorger sowie der Energieversorger (ggf. sogar die eigenen Stadtwerke).

Zudem können über das Amtsblatt der Gemeinden bzw. Landkreise alle Bürger durch die Gemeindeverwaltung aufgefordert werden, sich an einer Bedarfserfassung zu beteiligen, einen dort abgedruckten Fragebogen auszufüllen und an die Gemeindeverwaltung zu senden. In Gemeinden, die über einen eigenen Internetauftritt verfügen, können diesen Fragebögen auch online ausgefüllt oder per Mail zugesendet werden. Für weitere Fragen stehen Ihnen unsere erfahrenen Berater gerne zur Seite.

Der Ausbau schneller Internetzugänge erfolgt durch alle Anbieter ausschließlich nach marktwirtschaftlichen Prinzipien. Entsprechend muss dem späteren Interessenbekundungsverfahren ein Markterkundungsverfahren vorgeschaltet werden.

Zur Auswahl stehen das Markterkundungsverfahren (MEV) oder eine Machbarkeitsstudie. Beide haben keinen Einfluss auf das spätere Vergabeverfahren.

Das Breitbandkompetenzzentrum vermittelt Wissen über Marktzusammenhänge, technische Grundlagen und unterstützt die Markterkundung. Dies ist eine Voraussetzung für die Nutzung von staatlichen Fördergeldern. Das Breitbandkompetenzzentrum unterstützt die Kommunen beim gesamten Prozess der Erschließung der Kommunikationsinfrastruktur. Es knüpft u.a. die Verbindungen zwischen Bedarf und Nachfrage, zwischen Investoren und Kommunalen Gebietskörperschaften. Für weitere Fragen stehen Ihnen unsere erfahrenen Berater gerne zur Seite. 

Es besteht die Wahl zwischen dem Wirtschaftlichkeitsmodell (Ausschreibung) oder dem Betreibermodell (eigene Beauftragung). Die Entscheidung hängt nicht unwesentlich mit den verfügbaren Mitteln ab. Als Refinanzierungszeitraum werden für kabelgebundene Lösungen mindestens 5 bis 10 Jahre angesetzt. Für Funklösungen werden auf Grund der vergleichsweise geringen Investitionskosten in der Regel mindestens 2 Jahre angesetzt.

Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung stellt die Einnahmen (einmalige und laufende) den Ausgaben (einmalige und laufende) gegenüber und ermittelt die daraus resultierende Differenz. Übersteigen die Einnahmen die Ausgaben ergibt sich ein Gewinn, übersteigen die Ausgaben die Einnahmen, ergibt sich ein Verlust (auch "Deckungslücke" genannt). In letzterem Fall ist die Maßnahme "unrentierlich". Für die Beantragung von Fördermitteln ist es unabweisbar notwendig, dass der Anbieter eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Maßnahme (unter Zugrundelegung eines Zeitraums von mindestens 5 Jahren) vorlegt. Welche Angaben diese Wirtschaftlichkeitsberechnung (als Deckungslückennachweis für die Beantragung von Fördermitteln) mindestens enthalten muss, kann den Vorgaben zum Nachweis der Wirtschaftlichkeitslücke entnommen werden. Auf diese Vorgaben sollte bereits im Ausschreibungstext des Interessenbekundungsverfahrens hingewiesen werden. 

Für weitere Fragen stehen Ihnen unsere erfahrenen Berater gerne zur Seite.

Beim Glasfaserausbau Deutschlands bildet die Modernisierung der sogenannten Nahbereiche einen wichtigen Baustein.

Der Nahbereich umfasst eine Betriebsstelle (Hauptverteiler), die dazugehörigen Kabelverzweiger (KVz) sowie die direkt mit ihm verbundenen Kundenanschlüsse (A0-Anschlüsse). Räumlich ist derNahbereich begrenzt auf eine maximale Kabellänge von 550 Metern zwischen Kabelverzweiger und Betriebsstelle. Daneben gibt es außerdem die A0-Anschlüsse. Dies sind Kundenanschlüsse, die direkt mit der Betriebsstelle verbunden sind, also ohne dazwischenliegenden Kabelverzweiger.

Bis Anfang 2020 sollen auf der Grundlage des Vertrages mit der Bundesnetzagentur (August 2015)  alle der insgesamt 7.600 Nahbereiche in Deutschland modernisiert werden. Davon wird die Telekom 7.249 Nahbereiche ausbauen. Die restlichen Nahbereiche werden durch alternative Anbieter erschlossen. Dies sind in Thüringen die Thüringer Netkom und der Ilm-Provider. Rund sechs Millionen Haushalte werden deutschlandweit von dem Ausbau profitieren.

Ausführliche Informationen zum Nahbereichsausbau erhalten Sie unter folgendem Link: https://www.telekom.com/de/blog/netz/artikel/nahbereichsausbau-565328

Die atene KOM GmbH wickelt das gesamte Förderverfahren von Seiten des Bundes als beliehener Projektträger des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ab. Weitere Informationen und die notwendigen Dokumente für die jeweiligen Förderaufrufe finden Sie auf dem folgendem Link.

Die Richtlinie des Freistaates Thüringen zur Förderung des Ausbaus von hochleistungsfähigen Breitbandinfrastrukturen (Breitbandausbaurichtlinie) findet sich unter folgendem Link.

Hierüber wird auch die Finanzierung des Landesanteils des Bundesförderprogramms abgewickelt.